
Nicht jede Katze kommt gut mit Kälte und Frost zurecht. Hier findest du Tipps und nützliche Informationen darüber, wie du deine Katze im Winter pflegst und sie vor eisigen Temperaturen schützt – mit 8 praktischen Pflegetipps!
Auf dieser Seite erfährst du:
- Welche Temperatur für eine Katze zu kalt ist
- Ob eine Katze im Winter draußen schlafen kann
- Ob eine Katze eisige Kälte überleben kann
- Woran du erkennst, dass deiner Katze zu kalt ist
- 8 Tipps zur Pflege deiner Katze bei kaltem Wetter
1. Welche Temperatur ist zu kalt für eine Katze?
Katzen lieben Wärme und mögen Kälte nicht besonders. Dennoch können sie recht gut damit umgehen. Extreme Kälte ist jedoch nicht gut für eine Katze. Wenn die Außentemperatur unter 10 °C fällt, kann das für ältere Katzen, sehr junge Katzen, Katzen mit kurzem Fell, kranke Katzen und solche, die nicht ans Leben draußen gewöhnt sind, problematisch werden. Und für jede Katze gilt: Wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt fällt (0 °C oder kälter), muss sie unbedingt die Möglichkeit haben, sich in die Wärme zurückzuziehen.
Geht deine Katze im Winter nach draußen? Dann achte immer darauf, dass sie wieder ins Haus kann, wenn sie möchte!
In Innenräumen ist eine Temperatur von 20 bis 23 °C ideal für Katzen. Drehst du die Heizung herunter, wenn du das Haus verlässt? Dann achte darauf, dass es nicht kälter als 15 °C wird und dass deine Katze warme Rückzugsorte hat – zum Beispiel einen hohen Kratzbaum mit warmen Schlafplätzen. Oder lege eine warme Decke auf das Sofa oder die Fensterbank – das kommt auch immer gut an.

2. Kann eine Katze im Winter draußen schlafen?
Die Antwort auf die Frage, ob Katzen im Winter draußen schlafen können, lautet: nein. Kälte, Feuchtigkeit, Wind und Schnee sind nicht gut für eine Katze – sie können zu Unterkühlung führen. Selbst Katzen, die oft draußen unterwegs sind, brauchen im Winter einen warmen und geschützten Schlafplatz.
Manche Katzen wollen auch bei Kälte unbedingt nach draußen. Hast du so einen kleinen Abenteurer, der auch im Winter raus möchte? Dann installiere eine Katzenklappe in deiner Tür und sorge dafür, dass deine Katze jederzeit wieder ins Haus kann. Möchtest du keine Katzenklappe im Wohnbereich? Dann kannst du eine in der Garage oder im Schuppen anbringen und dort einen warmen, geschützten Schlafplatz für deine Katze einrichten.
Ein Kratzbaum ist in dem Fall ideal. Oder baue ein kleines Katzenhaus, eine isolierte Hütte oder nutze einen Karton mit Stroh. Aber Vorsicht: Verwende keine Decken, da diese feucht werden können und deiner Katze so trotzdem kalt wird. Und stelle den Schlafplatz immer an einen trockenen (am besten erhöhten) Ort.
Auch Streunerkatzen freuen sich über einen sicheren und warmen Schlafplatz. Du willst mehr darüber wissen? Hier erfährst du, wie du Streunerkatzen helfen kannst.
3. Kann eine Katze in eisiger Kälte überleben?
Eine Katze eisigen Temperaturen auszusetzen, bringt viele Risiken mit sich – eine Katze, die draußen ist, wenn es friert (also 0 °C oder kälter), kann unterkühlen, Hautschäden erleiden oder sogar Anzeichen von Erfrierungen zeigen. Besonders empfindlich sind die Körperstellen an den Extremitäten: Ohren, Schwanz und Pfotenballen können leicht erfrieren.
Also, kann eine Katze in eisiger Kälte überleben? Ja, aber es sind viele Risiken damit verbunden. Ist deine Katze im Winter entlaufen, versehentlich ausgesperrt worden oder streunt eine herrenlose Katze in deiner Gegend herum? Dann richte draußen einen sicheren, warmen und trockenen Schlafplatz ein. Oder lasse die Tür zum Schuppen einen Spalt offen und stelle dort eine Kiste oder einen Karton mit einer Schicht Stroh auf.
War deine Katze versehentlich längere Zeit bei Frost draußen? Dann kontrolliere sie bei ihrer Rückkehr immer auf Anzeichen von Unterkühlung oder Erfrierungen.
Fühlt sich deine Katze kalt an, sieht ihre Haut ungewöhnlich aus, bewegt sie sich langsam oder zittert sie? Dann musst du schnell handeln und den Tierarzt anrufen.

4. Woran erkennt man, dass einer Katze zu kalt ist?
Eine häufige Frage ist: Woran merkt man, dass einer Katze zu kalt ist? Es gibt einige leicht erkennbare Anzeichen, auf die du achten solltest. Deiner Katze ist zu kalt, wenn sie:
- Anfängt zu zittern
- Träge wird
- Blasses Zahnfleisch hat
- Sich an ungewöhnliche Orte zurückzieht
- Sich unter Decken, in der Nähe der Heizung oder zwischen deiner Wäsche versteckt
Denkst du, deiner Katze ist kalt? Dann fühl an ihren Ohren, Pfoten und am Schwanz – diese Körperstellen kühlen als erstes aus.
Wenn sich deine Katze sehr kalt anfühlt, sich ungewöhnlich verhält und träge wirkt, könnte sie unterkühlt sein. Unterkühlung tritt nicht nur im Winter oder bei Frost auf. Auch Katzen, die nass geworden sind, wenn es draußen kühl ist, geschwächte Katzen oder solche, die zu lange draußen waren, können unterkühlen. So hilfst du einer unterkühlten Katze:
- Bring die Katze sofort in einen warmen Raum.
- Wickle sie in ein warmes, trockenes Handtuch oder eine Fleecedecke.
- Wenn die Katze es zulässt: Halte sie dicht an dich – deine Körperwärme hilft ihr beim Aufwärmen.
- Gib ihr etwas lauwarmes Wasser oder Nassfutter mit lauwarmem Wasser vermischt.
Wird die Katze innerhalb einer halben Stunde nicht besser? Dann ruf sofort den Tierarzt an!

5. Praktisch: 7 Tipps zur Pflege deiner Katze bei kaltem Wetter
Tipp 1: Sorge für warme Schlafplätze im Haus
Katzen schlafen viel – am liebsten hoch oben und warm – und sie lieben einen hohen Kratzbaum mit gemütlichen Schlafplätzen. Ist es draußen kälter als 10 °C, solltest du deine Katze nicht zu lange draußen lassen. Friert es? Dann ist es am besten, die Katze drinnen zu lassen, wo es schön warm ist. Möchte deine Katze unbedingt raus, bleib bei ihr, bis sie wieder ins Haus will.
Tipp 2: Gib Freigängerkatzen extra Futter
Katzen verbrauchen mehr Energie, wenn es kalt ist, da sie ihre Körpertemperatur aufrechterhalten müssen. Ist deine Katze oft draußen oder gibt es Streunerkatzen in der Gegend, gib ihnen etwas mehr Futter oder einen kalorienreichen Katzensnack.
Tipp 3: Sorge dafür, dass deine Katze rein kann, und schaffe einen geschützten Außenplatz
Bei Kälte oder Frost muss eine Katze jederzeit wieder ins Warme kommen können. Stelle die Katzenklappe also so ein, dass sie hereinkommen kann. Für Freigängerkatzen und Streuner: Lass, wenn möglich, die Tür zum Schuppen einen Spalt offen und stelle dort ein Katzenhaus oder eine Kiste mit Stroh an einen trockenen, geschützten Ort.
Tipp 4: Bürste das Fell deiner Katze regelmäßig
Ein gepflegtes Fell schützt besser vor Kälte. Bürste deine Katze daher regelmäßig und achte darauf, dass Haut und Fell gesund aussehen.
Tipp 5: Vorsicht bei Wärmequellen
Eine stark frierende Katze sucht sich warme Plätze. Doch Heizkörper, Kamine oder Rohre können sehr heiß werden. Halte deine Katze davon fern und biete sichere Alternativen an, wie ein gemütliches Katzenbett, einen Karton, eine Fleecedecke auf der Fensterbank oder einen Kratzbaum mit Hängematten.

Tipp 6: Schenke deiner Katze extra Aufmerksamkeit und Spielzeit
Katzen, die viel Zeit im Haus verbringen, können sich schnell langweilen. Dem kannst du vorbeugen, indem du deiner Katze etwas mehr Aufmerksamkeit schenkst und öfter mit ihr spielst – drei Spieleinheiten à 5 Minuten pro Tag reichen schon aus. Gib deiner Katze auch neues Spielzeug oder bastle etwas Spannendes aus Kartons mit Löchern.
Tipp 7: Säubere die Pfoten deiner Katze
Streusalz wird oft auf Gartenwegen, Terrassen und Gehwegen gestreut, um sie schnee- und eisfrei zu halten. Für Menschen ungefährlich, aber leider nicht gut für Katzen – das Salz kann ihre Haut reizen und ist etwas, das deine Katze besser nicht aufnehmen sollte. Reinige daher im Winter immer die Pfoten deiner Katze, nachdem sie draußen war.
Jede Katze verdient es, warm, sicher und gemütlich durch den Winter zu kommen. Behalte deine Katze also gut im Auge, achte auch auf Streunerkatzen in deiner Umgebung und verwöhne sie mit sicheren, weichen und warmen Katzenbetten!
Denkst du, deiner Katze ist zu warm oder sie hat Fieber? Dann wirf einen Blick in unseren Artikel über Katzen, Fieber und ihre Körpertemperatur.
Haftungsausschluss: Petrebels ist weder Tierarzt noch Verhaltensexperte. Alle Inhalte, Informationen und Tipps in diesem Blog dienen der Inspiration und haben informativen Charakter. Hat deine Katze Beschwerden oder gesundheitliche Probleme und du bist unsicher? Dann wende dich immer an einen Tierarzt oder einen Verhaltensexpertin.