Krebs. Als Katzenbesitzer möchte man nicht daran denken, aber auch Ihre Katze kann ihn bekommen. Hier erfahren Sie, wie Sie Krebs bei Ihrer Katze erkennen, was nach der Diagnose passiert und was Sie für Ihre Katze tun können.

Auf dieser Seite finden Sie:
- Wie man Krebs bei einer Katze erkennt (und welche Anzeichen es gibt)
- Was passiert, wenn bei Ihrer Katze Krebs diagnostiziert wird
- Ob man Krebs bei Katzen verhindern kann
- Die häufigsten Krebsarten bei Katzen
- Der Unterschied zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren bei Katzen
1. Wie man Krebs bei einer Katze erkennt (und welche Anzeichen es gibt)
Einige Krebsarten bei Katzen entwickeln sich langsam und unbemerkt. Andere Krebsarten sind aggressiv – ihre Symptome zeigen sich schnell. Aber bei jeder Form gilt: Je früher man es bemerkt, desto besser. Es ist also immer wichtig, die Gesundheit und Haut Ihrer Katze genau zu beobachten. Achten Sie auf diese Anzeichen:
- Plötzlich auftretende Knoten oder Schwellungen
- Lahmheit oder Steifheit
- Husten, Atemnot oder Nasenausfluss
- Gewichtsverlust ohne klare Ursache
- Verminderter Appetit oder vermehrtes Trinken
- Häufigere Müdigkeit und/oder weniger Aktivität
- Schmerzen
- Anämie
- Wunden, die nicht heilen oder zu langsam heilen
- Ungewöhnlicher Geruch oder Blutverlust
- Verhaltensänderungen – Ihre Katze zieht sich zurück oder wird leicht reizbar
Erkennen Sie eines dieser Anzeichen oder sind Sie unsicher über die Gesundheit Ihrer Katze? Es ist ratsam, den Tierarzt oder einen Spezialisten aufzusuchen. Dieser wird Ihre Katze untersuchen und zum Beispiel ein Biopsie oder eine Punktion vornehmen.

2. Ihre Katze wurde mit Krebs diagnostiziert. Was nun?
Wenn bei Ihrer Katze Krebs diagnostiziert wird, ist das eine schwierige Situation – sowohl für Sie als auch für Ihre Katze. Glücklicherweise gibt es heute viele Möglichkeiten, Krebs bei Katzen zu behandeln. Dazu gehören Operationen, Strahlentherapie, Chemotherapie sowie Enzymtherapie bei Lymphomen. Auch die Immuntherapie wird in der Tiermedizin zunehmend angewendet (Quelle: Medisches Zentrum für Tiere).
Die eine Katze spricht gut auf die Behandlung an, während eine andere dadurch sehr krank werden kann. Denken Sie immer an das Wohlbefinden Ihrer Katze. Manchmal geht es nicht nur darum, die Krankheit zu heilen, sondern auch darum, sicherzustellen, dass Ihre Katze ein so komfortables Leben wie möglich führen kann. Besprechen Sie immer gründlich mit Ihrem Tierarzt die verfügbaren Behandlungsoptionen. Und denken Sie daran, Ruhe, Aufmerksamkeit und Liebe sind genauso wichtig wie Pflege und Medikamente.
3. Kann man Krebs bei Katzen verhindern?
Krebs bei Katzen kann nicht immer verhindert werden, da auch sie, genau wie Menschen, einfach Pech haben und erkranken können. Dies liegt oft an fehlerhafter Zellteilung – manchmal wird ein Stück DNA „falsch kopiert“ und beginnt, sich im Körper der Katze zu teilen, was zu Krebs führen kann. Katzenkrebs kann auch vererbt werden oder bei bestimmten Rassen häufiger vorkommen. Doch leider können auch gesunde Katzen diese Krankheit entwickeln.
Dennoch gibt es mehrere Dinge, die Sie als Katzenbesitzer tun können, um das Risiko von Krebs bei Ihrer Katze zu verringern, wie zum Beispiel:
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze eine gute Ernährung erhält, ausreichend Bewegung bekommt und nicht übergewichtig wird
- Lassen Sie Ihre Katze rechtzeitig kastrieren oder sterilisieren, da dies das Risiko für bestimmte Krebsarten senkt
- Rauchen Sie nicht in der Wohnung, da Katzen die Rauchpartikel von ihrem Fell lecken und dadurch krank werden können
- Lassen Sie jede Beule (egal wie klein) vom Tierarzt abklären
- Vermeiden Sie es, Ihre Katze zu viel in der Sonne liegen oder sitzen zu lassen – besonders weiße Katzen oder solche mit wenig Fell sind anfälliger für Hautkrebs
Bewegung ist für jede Katze wichtig, daher ist ein großer Kratzbaum in Ihrem Zuhause unverzichtbar!

4. Welche Krebsarten kommen häufig bei Katzen vor?
Katzen können – genau wie Menschen – viele verschiedene Krebsarten entwickeln. Unten sind die fünf häufigsten Arten aufgeführt:
- Malignes Lymphom (Lymphknotenkrebs)
Diese Krebsart bei Katzen betrifft die Lymphknoten, kann aber auch in ihren Organen auftreten, wie der Milz, den Därmen, der Leber, der Nase, dem Magen und der Haut. Katzen mit Katzen-AIDS (FIV) oder dem Leukämievirus (FeLV) haben ein höheres Risiko für diese Krebsart (Quelle: Medisches Zentrum für Tiere). - Plattenepithelkarzinom (Hautkrebs)
Hautkrebs bei Katzen tritt häufig in Bereichen des Körpers mit dünnem Fell auf, wie der Nase, den Ohren oder den Augenlidern. Weiße Katzen sind anfälliger für diese Krebsform: Sie entwickeln sie 13-mal häufiger als Katzen mit anderen Fellfarben. Übermäßige Sonneneinstrahlung ist die Hauptursache. Diese Krebsart kann durch eine Infektion oder eine Wunde erkannt werden, die nicht heilt oder sich verschlechtert (Quelle: Medisches Zentrum für Tiere). - Mastzelltumor (Haut- oder Organkrebs)
Diese Tumoren befinden sich oft in der Haut, können jedoch auch in der Milz, dem Magen oder den Därmen einer Katze entstehen. Manchmal breiten sich diese Krebszellen ins Knochenmark aus, was zu Leukämie führt. In der Regel ist dieser Tumor gutartig und kann erfolgreich entfernt werden (Quelle: Dier & Recht). Er kann jedoch auch bösartig sein – eine Biopsie beim Tierarzt liefert mehr Informationen. - Mammatumoren (Brustkrebs)
Diese Krebsart betrifft hauptsächlich ältere weibliche Katzen. Oft (80-90%) sind diese Tumoren bösartig (Quelle: Tierklinik Kenaupark). - Fibrosarkom (Bösartiger Bindegewebskrebs)
Eine Katze mit dieser Krebsart entwickelt einen bösartigen Tumor in den Muskeln oder im Bindegewebe. Katzen, die häufig Injektionen erhalten, haben ebenfalls ein Risiko, diesen Tumor zu entwickeln, oft an der Stelle, an der die Injektionen verabreicht wurden (Quelle: Dier & Recht).
Es gibt noch andere Krebsarten, die bei Katzen auftreten können. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten oder sich Sorgen um die Gesundheit Ihrer Katze machen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.

5. Was ist der Unterschied zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren bei Katzen?
Bösartige Tumore (Krebs) sind Tumore, die aggressiv wachsen, umliegendes Gewebe schädigen und sich auf andere Teile des Körpers der Katze ausbreiten. Diese Tumore erfordern intensivere Behandlungen.
Gutartige Tumore – wie zum Beispiel Fettknoten (Lipome) – wachsen in der Regel langsam, dringen nicht in das umliegende Gewebe ein und verbreiten sich nicht. Sie können jedoch Probleme verursachen, wenn sie an einer problematischen Stelle sitzen oder zu groß werden, aber sie sind oft einfach zu entfernen.
Haben Sie eine Beule oder Hautveränderung an Ihrer Katze bemerkt? Gehen Sie immer zum Tierarzt!
Sie können nie selbst beurteilen, ob ein Tumor, eine Schwellung oder eine Beule gutartig oder bösartig ist. Konsultieren Sie daher immer einen Tierarzt oder Spezialisten, wenn Sie Unregelmäßigkeiten feststellen, damit dieser Ihre Katze untersuchen kann, möglicherweise eine Biopsie nimmt oder eine Punktion durchführt. Dies ist entscheidend, da es Ihnen hilft, zu verstehen, was vor sich geht, und es Ihnen ermöglicht, die Behandlung schnell zu beginnen, wenn dies notwendig ist.
Wenn Ihre Katze Krebs hat, ist das traurig und erschütternd. Aber Sie sind nicht allein. Indem Sie auf Anzeichen achten, eng mit Ihrem Tierarzt/Spezialisten zusammenarbeiten und gut für Ihre Katze sorgen, können Sie einen großen Unterschied machen und manchmal sogar vorbeugen.
Neugierig, wie viel es kostet, eine Katze jeden Monat zu halten? Lesen Sie diesen Artikel: Was kostet es, eine Katze zu halten?
Haftungsausschluss: Petrebels ist kein Tierarzt oder Verhaltensexperte; alle Inhalte, Informationen und Tipps auf dieser Seite sollen inspirieren und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Ihre Katze Symptome oder gesundheitliche Probleme hat und Sie unsicher sind, was die Gesundheit betrifft, gehen Sie immer zum Tierarzt oder Verhaltensexperten.














